10.10.13: Pisa-Studie für Erwachsene – Volkshochschulen bieten vielfältige Kurse zur Grundbildung

Die aktuelle Auswertung der internationalen Vergleichsstudie „PIAAC“ der OECD zeigt, dass es um die Fähigkeiten der Erwachsenen im Land nicht zum Besten steht. Die Grundbildung muss stärker gefördert werden. Das Angebot der baden-württembergischen Volkshochschulen zur Grundbildung ist umfassend und deckt weit mehr ab als Rechnen, Schreiben und Lesen.

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN, 09.10.2013. Das Nachholen von Bildungsabschlüssen und die Vermittlung von Grundbildung gehören zum Kernbereich der 173 Volkshochschulen in Baden-Württemberg. Dabei geht das ganzheitliche Bildungsverständnis der Volkshochschulen weit über die Förderung der reinen Beschäftigungsfähigkeit hinaus. Das Ziel der Grundbildung in vhs-Kursen besteht darin, Menschen in ihrer gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Teilhabe zu unterstützen. Ein umfassendes Kursangebot im Bereich der Grundbildung schließt somit alle Programmbereiche der Volkshochschule mit ein, nicht nur Rechnen und Schreiben.

„Grundbildung ist nicht das, was den anderen, insbesondere einer defizitären gesellschaftlichen Randgruppe fehlt. An unserer Grundbildung müssen wir alle kontinuierlich arbeiten. Denn die Fähigkeiten, selbstbestimmt zu handeln, soziale Beziehungen zu gestalten und Zusammenhänge zu erkennen, und nichts anderes meint Grundbildung, bilden die Grundlage aller Bildung“, sagt Dr. Hermann Huba, Direktor des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg.

Die aktuelle Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über den Bildungsstand der Erwachsenen (kurz: Pisa-Studie für Erwachsene) belegt, dass es in Deutschland an mehr fehlt als an beruflicher Weiterbildung. „Betrieblich organisierte Kurse werden ja ganz gut unterstützt, weil die Wirtschaft Interesse daran hat“, sagt Verbandsdirektor Dr. Huba, „aber Leseschwächen oder Schwierigkeiten beim technologiebasierten Problemlösen sind Themen der allgemeinen Grundbildung.“

Die OECD-Studie hält fest, dass es auch nach Ende der Schul- und Ausbildungszeit, das heißt auch im Erwachsenenalter, weiterer Bildungsangebote bedarf, die den Erwerb und die Weiterentwicklung von Grundkompetenzen fördern. „Volkshochschulen bieten solche Weiterbildungsmöglichkeiten flächendeckend in ganz Baden-Württemberg an“, so Direktor Dr. Huba, „allerdings ist die Frage der Finanzierung oft ein Hindernis. Obwohl unsere Kurse günstig sind, können sich nicht alle Betroffenen die Teilnahmebeiträge leisten. Hier ist eine längerfristige finanzielle Förderung durch Land und Kommunen dringend erforderlich.“

Zum Volkshochschulverband Baden-Württemberg gehören 173 Volkshochschulen mit über 720 Außenstellen. Die Einrichtungen vor Ort bieten ein flächendeckendes Netz an vielfältigen Angeboten zur Allgemeinbildung, Gesundheitsbildung, in den Sprachen und zur beruflichen Qualifizierung sowie in der Alphabetisierung und Grundbildung. Informationen über die Arbeitsfelder der Volkshochschulen gibt es auf der Homepage des Volkshochschulverbandes: www.vhs-bw.de
Eine Übersicht über alle VHS-Kursangebote gibt es ebenfalls im Internet: www.vhs.de

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