04.07.13: Fritz Kuhn neuer Vorsitzender des Volkshochschulverbandes - Mitgliederversammlung tagt in Konstanz

Die Mitgliederversammlung des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg wählte heute bei ihrer Jahrestagung in Konstanz Fritz Kuhn, Oberbürgermeister von Stuttgart, einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Verbandes. Er löst Frieder Birzele ab, der nach fast 20-jähriger Tätigkeit sein Ehrenamt abgibt.

KONSTANZ, 04.07.2013. Fritz Kuhn, Oberbürgermeister von Stuttgart, wurde heute einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg gewählt. Er löst Frieder Birzele ab, der nach fast 20 Jahren ehrenamtlichen Engagements als Vorsitzender des VHS-Verbandes Baden-Württemberg seine Aufgabe abgibt. Die offizielle Verabschiedung von Frieder Birzele, ehemaliger Innenminister von Baden-Württemberg, wird im September stattfinden. "Ich gratuliere herzlich zur Wahl", sagte Birzele zu seinem Nachfolger und beglückwünschte ihn zu diesem eindrucksvollen Ergebnis. "Unser Verband ist sehr gut aufgestellt und hat für unsere Mitglieder hervorragende Konzeptionen erarbeitet, die sogar von und in anderen Landesverbänden genutzt werden. Wir haben eine sehr leistungsfähige Geschäftsstelle unter der Leitung unseres Verbandsdirektors Dr. Huba, auf deren Kompetenz und Zuverlässigkeit Sie sich zu hundert Prozent verlassen können." Birzele unterstrich die Notwendigkeit der Anhebung der Grundförderung für die Weiterbildung durch das Land auf den Bundesdurchschnitt, so wie es die Regierungsparteien in der Koalitionsvereinbarung festgelegt haben.




Dr. H. Huba - F. Kuhn - F. Birzele

Fritz Kuhn bedankte sich bei der Mitgliederversammlung in Konstanz für das entgegengebrachte Vertrauen und für alle guten Wünsche. Er versprach, sich aktiv für die Förderung der Weiterbildung einzusetzen. Kuhn sagte: "Weiterbildung ist das Rückgrat einer Wissensgesellschaft, die alle meint."

Rechtzeitig zur Jahrestagung sind der Jahresbericht und die Statistik für das Jahr 2012 erschie­nen. Im vergangenen Jahr haben wiederum mehr als zwei Millionen Menschen die Angebote der Volkshochschulen wahrgenommen - die Anzahl der Teilnehmenden ist sogar noch um rund 30.000 Personen weiter angestiegen. Zum Kerngeschäft der Volkshochschulen gehören die Integrationskurse genauso wie die Gesundheitsprävention und die Sprachenangebote. Auch Kurse zur beruflichen Qualifikation sind stark nachgefragt.

Außerdem engagieren sich die Volkshochschulen sehr intensiv bei Alphabetisierungskursen, die oft mit einer zusätzlichen sozialpädagogischen Betreuung verbunden sind und im Rahmen der aufsuchenden Bildungsarbeit eine aufwendige Ansprache der Zielgruppe erfordern. Volks­hochschulen sind fast alleinige Anbieter von Alphabetisierungskursen in Baden-Württemberg und unterstützen mit ihrem Programm ein wichtiges Bildungsziel der Landesregierung.

Erfreulich in der Statistik ist der Anstieg der Landesförderung. Diese Entwicklung wurde seit langem dringend erwartet. Eine verlässliche Grundförderung unterstützt die Volkshochschulen in ihrem Ziel, weiterhin vielfältige Bildungs­angebote für wirklich alle Teile der Bevölkerung zu machen und eine soziale Selektivität zu vermeiden. Zurzeit beträgt der Anteil der Förderung durch das Land 7,5 Prozent beziehungsweise 8,0 Prozent unter Einbeziehung des Lehrerprogramms, während im Bundesdurchschnitt die Volkshochschulen zu 13,8 Prozent durch die Länder unter­stützt werden. Notwendig ist also eine erhebliche Erhöhung der Landesförderung, um zumindest den Bundesdurchschnitt zu erreichen.

In der Koalitionsvereinbarung haben die Regierungsparteien versprochen: "Wir wollen vernetzte, niedrigschwellige und bezahlbare Weiterbildungsangebote für alle Bevölkerungsgruppen sicherstellen und hierfür stufenweise die Grundförderung der allgemeinen Weiterbildung durch das Land auf den Bundesdurchschnitt anheben." Nach Erhöhungen um 2,2 Millionen im Jahr 2012 und um 0,8 Millionen im laufenden Doppelhaushalt 2013 sowie 1,3 Millionen für 2014 sind für diese Zielsetzung noch erhebliche Anstrengungen notwendig, nämlich insgesamt zusätzlich 9,3 Millionen Euro, um den Bundesdurchschnitt zu erreichen. "Damit wäre dann ein wichtiges Zwischenziel auf dem Weg zur so genannten Drittelfinanzierung erreicht", erläutert Verbands­direktor Dr. Hermann Huba, "denn aus Artikel 22 der Landesverfassung schließen die Weiterbildungsträger, dass Weiterbildungs­angebote zu je einem Drittel vom Land, den Kommunen und den Teilnehmenden finanziert werden sollen." Derzeit finanzieren die Teilnehmenden die Arbeit der Volkshochschulen noch in fast doppeltem Umfang, nämlich zu
57 Prozent statt zu 33 Prozent, was zu einer erheblichen sozialen Selektivität führt.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Jahrestagung ist das Thema "Strategische Kooperationen". Dazu hat der Vorstand die so genannte Konstanz-Singener Erklärung verabschiedet. Darin werden die langjährigen Erfahrungen von Volkshochschulen mit strategischen Kooperationen beschrieben und wahrnehmbare Vorteile für die Gesellschaft benannt: Kompetenzgewinn durch die Zusam­menarbeit mit starken Partnern, thematische Vielfalt, Qualitätssteigerung durch Profilierung und Vernetzung.

Zum Volkshochschulverband Baden-Württemberg gehören 173 Volkshochschulen mit über 730 Außenstellen. Die Einrichtungen vor Ort bieten ein flächendeckendes Netz an vielfältigen Angeboten zur Allgemeinbildung, Gesundheitsbildung, in den Sprachen und zur beruflichen Qualifizierung sowie in der Alphabetisierung und Grundbildung. Informationen über die Arbeitsfelder der Volkshochschulen gibt es auf der Homepage des Volkshochschulverbandes: www.vhs-bw.de
Eine Übersicht über alle VHS-Kursangebote gibt es ebenfalls im Internet: www.vhs.de

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